Ich hab ein schickes Tool gefunden für die Qualitätsüberprüfung. Sauber gemacht und auch in der kostenlosen Version gut brauchbar: der qualidator. Diesen Blog hab ich da noch nicht mit getestet, da müsste ich erstmal vorher ein wenig tun
Aber die Vereinsseite Kaule e.V. schneiden mit über 86% schon recht gut ab.
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Qualitätssicherung qualidator
Semantik und Struktur: Sind Definitionslisten sinnvoll für Forumlare?
Zuerst einmal frage ich mich immer wieder, was wirklich semantisch richtige Inhalte für eine Definitionsliste sind. Das W3C gibt als Beispiel eine Person mit der dazu gehörigen Aussage an. Ist der Name noch eine Definition? Oder im FAQ, sind die Fragen eine Definition? Als eindeutige Anwendung fallen mir dabei Begriffserklärungen ein, oder Kontaktdaten.
Ok, hier soll es aber um Formulare gehen. Da habe ich im Normalfall eine Beschreibung – also ein Label – für das Eingabefeld und das Eingabefeld selbst. Ein Label ist eine Definition eines Elements, insofern würde ich schon sagen, dass eine Definitionsliste auf Formularelemente angewandt werden kann. Aber umgekehrt, als wie es bisher genutzt wird! Denn dann ist das Eingabeelement der Definition Term (DT) und das Label Definition Data (DD).
Nun würde ich selbst nie auf die Idee kommen, Formulare in Definitionslisten zu packen. Es ist einfach zu unpraktisch bei der Formatierung. Es scheint aber modern zu sein …
Neue Bildschirme: Pixel ist (k)ein relativer Wert
Keine Ahnung, wie sie es machen wollen. Nun gibt es ja schon Bildschirme mit einer hohen Auflösung, und unsere geliebten Webpixel sind als relativ gekennzeichnet. Ein Pixel, also in der Darstellung ein rechteckiges Feld, dem Farben zugewiesen werden, ist eine Computereinheit. Pixel sind immer relativ zu Ausgabe, auf dem Bildschirm zuerst einmal abhängig von der Auflösung des Geräts.
Wird in Webseiten oder anderen Webformaten jetzt ein Pixel ausgegeben, gehen alle von einer Auflösung von 96 Pixel pro Zoll aus. Damit ist die Einheit nicht mehr relativ. Würde von 72 Pixel pro Zoll ausgegangen, wäre die Einheit in diesem Fall identisch mit dem Maß Punkt, was vieles erleichtern würde.
HTML 5 Ein kleiner Einstieg in HTML 5
Der lange erwartete Nachfolger von HTML 4.01 und XHTML 1 ist noch kein fertiger Standard. Da er in nahezu allen akuellen Browsern noch nicht umgesetzt ist, wird bisher noch davon abgeraten, ihn einzusetzen. Mit der endgültigen Verabschiedung wird es sicher auch noch dauern: Die Entwickler von HTML 5 rechnen mit 10-15 Jahren, bis die großen Webbrowser die Vorgaben sauber umgesetzt haben.
Es lohnt sich aber sicher, sich ein paar Grundlagen anzueignen. In diesem Beitrag will ich der Einfachheit halber XHTML 5 einmal außen vor lassen. Auch auf die vielen neuen Elemente und Attribute gehe ich hier nicht ein. Dazu wird es in Zukunft sicher diverse Anleitungen in Infos geben.
HTML 5 Sie streiten wieder
Heftige Kritik wurde die Tage an WHATWG und der Umsetzung von HTML 5 laut. Bemängelt wird vor allem die mangelnde demokratische Struktur und der Umgang mit Barrierefreiheit. Einfach für Alle hat dazu einige Links zusammengestellt.
Aus meiner Sicht ein Problem, das auch XHTML 2 betrifft. Statt in kleinen Schritten neue HTML-Versionen zu verfassen und, die auch kurzfristig in neuen Browserversionen verfügbar sind, wurde mit HTML 5 der große Wurf
versucht. Wenn nach jahrelanger Arbeit kein Feedback aus der Praxis kommt, ist klar, dass Frust aufkommt.
Browser Opera greift Microsoft an
Opera beschwert sich bei der EU. Microsoft verletze Standards mit dem Internet Explorer. Wo sie ja auch erwiesenermaßen recht haben. Und auch in kommenden Versionen ist keine vollständige Unterstützung der Standards zu erwarten.
Nun ist der Internet Explorer aber integraler Bestandteil von Windows. Er ist eng vernetzt mit diversen Progammen, auch von anderen Herstellern. Der IE lässt sich also nicht so einfach als Standalone-Progamm aus dem System verbannen.
Anhand von Nutzerstatistiken über Browser im Web ist zu erkennen, dass mindestens 50% der Anwender das nehmen, was ihnen vorgesetzt wird: den IE. Ich habe den Verdacht, dass sie sich schlicht und einfach einen PC kaufen und loslegen – die meisten wollen auch nicht mehr. Also werden die Programme eingesetzt, die vorinstalliert sind. In der Sparte Browser ist das also der Internet Explorer, abgesehen von Mac-Nutzern und den wenigen PCs mit vorinstallierem Linux.
Wäre es da nicht eher sinnvoll, die Verkäufer von PCs zu verpflichten, alternative Browser vorzuinstallieren? Und ist so eine Vorgabe überhaupt rechtlich möglich?
Ich bin überzeugt: würde Opera und Firefox bereits mit dem PC geliefert werden, würden viele umsteigen.
Neues HTML und CSS Wann ist es soweit?
Was HTML 5 bringen wird, erklären schon diverse Blogs. Der Beitrag von Jens Meiert erklärt ganz gut, was auf uns zukommen kann. Opera und Safari haben bereits begonnen, einige Vorschläge umzusetzen. Selbst das eher träge W3C hat die Vorschläge – als Vor-Vorversion – angenommen.
Am Ende bleibt aber das übrig, was machbar ist. Während Microsoft noch daran arbeitet, uralte Webstandards korrekt oder überhaupt erst umzusetzen, soll auch noch CSS 3 oder SVG implementiert werden. Auch CSS 3 ist noch ein Working draft
. Für eine komplette Umsetzung von HTML muss also noch viel getan werden. Mozilla, Opera, Safari und Konqueror ist es noch zuzutrauen, dass sie es im nächsten Jahrzehnt schaffen. Wenn Microsoft so weiterarbeitet, ist mit einem sinnvollen Einsatz von HTML 5 im nächsten Jahrzehnt jedoch nicht zu rechnen.
Nicht dass ich pauschal gegen Microsoft bin. Aber von den innovativen Neuerungen zu Zeiten von Internet Explorer 5 bis 6 ist nichts mehr zu spüren. Sicher hat das auch seine Ursache in den massiven Sicherheitsproblemen, die der Browser aus Redmond hatte. Ist das W3C noch nicht fertig, wäre das nicht so schlimm. Setzen alle Browserhersteller gemeinsam eine neue Technologie um, wäre das W3C im Zugzwang.
Als Anwender ist es mir im Prinzip egal, welchen Browser ich verwende. Darum werden auch weiterhin viele Windowsanwender weiterhin nur den Internet Explorer verwenden. Vielleicht wäre es hilfreich, bei Webanwendungen wenigstens das Backend nicht mehr stundenlang an den Internet Explorer anzupassen? Das würde wohl noch ein paar Anwender mehr zu wechseln zwingen.
Und sind die Schritte in Richtung neue Technolgien mit HTML 5, WebForms 2, XForms, XHTML 2, CSS 3 vielleicht zu groß? Muss jede neue Version ein kompletter Umbau oder eine Massenerweiterung sein? Die Spanne zwischen den von Browsern unterstützten Features wird nicht kleiner, was vor allem Hobbyentwickler in die Zwickmühle bringt. Wer seine Website nur unter MacOS oder Linux erstellt, wird sich schnell wundern, warum sie trotz interessanter Inhalte so selten aufgerufen wird.
Richtexteditor: Warum eigendlich nicht als Anwendung?
Sogenannte Richtextetoren werden inzwischen von allen aktuellen Browsern unterstützt. Leider kann der Code, der erzeugt wird, nicht mit professionellen WYSIWYG-Anwendungen mithalten. Eine Kombination von serverseitigen Anwendungen wie Blogs, Content-Management-Systemen oder Shop-Anwendungen ist meistens nicht oder nur sehr eingeschränkt verfügbar. Besonders bei der passenden Auswahl von CSS-Klassen für die gegebenen Bereiche wird es kompliziert.
Der Wünsch wäre, direkt im Layout arbeiten zu können, aber eben nur in den Abschnitten, die freigegeben sind. Zusätzlich müssen verborgene Einstellungen verfügbar gemacht werden. Als Anwendung im Webbrowser sind da Grenzen gesetzt.
Das von Microsoft eingeführte Attribut contenteditable geht schon in die richtige Richtung und wurde auch von der WHATWG aufgegriffen. Sinnvoller fände ich jedoch, zusätzlich einen Tag contenteditable einzuführen, der vollständig auf Darstellungseigenschaften verzichtet. Damit wäre dann auch eine Trennung von HTML-Abscnitten möglich, wie sie in vielen CMS verwendet werden (z.B. Trennung von Überschrift, Bild und Text).
Soll nun eine lokale Anwendung mit ins Spiel kommen, müssen zusätzlich Informationen über die verwendete HTML-Version, Einschränkungen wie Textlängen, zulässige Tags und Attribute und weitere Formularfelder zu dem jeweiligen Abschnitt übermittelt werden. Hier wäre eine Kombination aus einer Scriptsprache und XML denkbar, die als Standard definiert werden muss.
Mit dieser Idee will ich vor allem die Hersteller von WYSIWYG-Anwendungen ansprechen. Ich denke, es ist an der Zeit, den Autoren von Webanwendungen mehr Vielfalt in Gestaltung und Inhalt zu bieten. Listet man den Bedarf auf, darunter auch Rechtschreibprüfung, Silbentrennung mit ­, Sprachauszeichnungen und Acronyme, dann wird schnell deutlich, dass dies selbst modernste serverseitige Anwendungen nicht alles leisten können. Nicht zu vergessen: DSL ist immer noch nicht flächendeckend verfügbar, um komplexe Webanwendungen nur über das Internet zu laden.
Webstandards: Diskussion um neue HTML-Versionen
Nun sollen neue HTML-Versionen öffentlich diskutiert werden. Zur Debatte stehen HTML 5, XHTML 5 und XHTML 2. Wie üblich findet die Dikussion vorwiegend auf englisch statt, und zwar auf The Web Standards Project. Eine deutsche Übersetzungen gibt es bei den Webkrauts.
Ein paar grundsätzliche Standpunkte dazu habe ich auch:
- Bisher bremst lediglich Microsoft die Entwicklung. Der Internet Explorer muss Dokumente verarbeiten, die als application/xhtml+xml ausgeliefert werden.
- Ein Format (XHTML) 2 sollte die zukünftige Version sein. Andere Formate sorgen nur für Orientierungslosigkeit und damit für Fehlerquellen. Varianten sind jedoch denkbar. Unter Anderem sollte das Format erweitert werden
- mit einer transitional-Variante, die optional als text/html geparst werden darf und veraltete Attribute und Tags aus XHMTL 1 enhält.
- mit Webforms 2 (Bestandteil von HTML 5) als Modul von XHTML 2, alternativ zu XForms. Webforms 2 ist einfacher und kompatibel zu heute eingesetzten HTML-Formularen.
- Fehlertoleranz ist nicht Sache der Markupsprache, sondern Sache der Ausgabesoftware (Browser). Auch fehlerhaftes XML kann automatisiert korrigiert werden. So kann nahezu jedes Dokument, das auf HTML basiert, als XML verarbeitet werden.
- Ist ein Dokument fehlerhaft, sollte dies deutlich sichtbar im Browser dargestellt werden. Die Webentwickler sollten motiviert werden, sauberes Markup zu erstellen. Die bisher eingesetzten XML-Fehlermeldungen demotivieren und stören erheblich bei der Entwicklung von serverseitigen Programmen.
- Eine Weiterentwicklung von HTML, basierend auf SGML ist nicht nötig. Vorrausetzung ist jedoch eine gewisse Fehlertoleranz.
Web Forms 2.0: Bereits anwendbar?
Web Forms 2.0 ist ein Teil der Entwürfe für eine neue HTML-Version der WHATWG, die dem W3C bereits vorliegen. Viele der Möglichkeiten begeistern mich, und ich werde sie sicher bald im Adminbereich des WebsoziCMS einbauen. In Opera 9 sind Web Forms 2.0 bereits umgesetzt, wenn auch nicht ganz vollständig. Für den Internet Explorer gibt es ein Plugin.
Wobei ich nicht ganz verstehe, warum da wieder Leute Microsoft die Arbeit abnehmen. Ob das gutgeht?
