Bezahlmodelle für News
Die Nachrichtenverlage legen ihre Hoffnungen derzeit auf Bezahlcontent. Mehr Einnahmen zu generieren ist auch dringend notwendig, um die Qualität aufrecht zu erhalten und die Erosion der Entlohnungen zu stoppen.
Ein Problem sehe ich allerdings darin, pro Artikel zu bezahlen, nicht nur wegen Hürden in der Wertfestlegung und Transaktionskosten (Carta hat dazu einen guten Artikel geschrieben). Ich glaube, dass die Kosten pro Artikel bei der Verwendung von Micropaymnet zu hoch bleiben.
Vorstellen kann ich mir eine Sammelrechnung. Dabei wird pro Klick gezählt und erst abgerechnet, wenn ein bestimmter Wert, z.B. 5 €, erreicht ist. Wird der Wert in einem Zeitraum längeren Zeitraum – ein paar Monate oder ein Jahr – nicht erreicht, wird nicht abgerechnet und der Kunde erhält somit einen kostenlosen Probezugang. Die Kosten pro Klick sollten im normalen Gebrauch an einem Tag die Kosten einer Tageszeitung nicht übersteigen.
Nicht besonders sinnvoll finde ich auch den Ansatz, Bezahlcontent teilweise als Vorschau kostenlos bereit zu stellen. Als Nutzer finde ich es frustrierend, ständig nur Schnipsel der eigentlichen Information zu erhalten. Die Anbieter sollten einfach darauf vertrauen, dass sich Qualität herumspricht und ein exklusiver Zugang seinen Mehrwert hat.
Gerade dieser Exklusivzugang würde es auch wieder andere Angebote aufwerten. Ein Anzeigenmarkt oder Stellenangebote bekommen dadurch eine ganz andere Wertigkeit. Auch exklusive Werbung kann dann punkten, wenn sie informativ ist und eine echte Information darstellt.
Es gibt viele weitere Faktoren für den Erfolg eines solchen Konzepts. Dazu gehört ein großer Verbund, der mehrere Angebote vereint, eine gemeinsame Suche anbietet und die gleichen Abrechnungssysteme verwendet.
